Güte- und Überwachungsgemeinschaft Technische Gebäudeausrüstung e.V

Bauunternehmung Freitag GmbH

Pflasterarbeiten, Grundstücksentwässerung, Sanierung von Feuchte- und Schimmelschäden und mehr
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Kundeninformationen

Als Bauunternehmung begegnen uns häufig ähnlich gelagerte Fälle, wie z.B. Feuchteschäden und eine damit einhergehende Schimmelpilzbildung.
Mit ein wenig Wissen über die Bausubstanz und Präventiontsmaßnahmen, lassen sich die schlimmsten Folgen eindämmen.
Ebenso finden Sie an dieser Stelle weitere Informationen zu DIN-Normen etc.
Die Kundeninformationen werden nach und nach erweitert.

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1. Feuchteschäden

1.1 Ursachen für Feuchte Schäden
Unter einem Feuchtigkeitsschaden versteht man einen direkten und indirekten Bauschaden, der an einem Bauwerk oder Gebäude durch Feuchtigkeit entsteht. Dies kann entweder die Folge von äußeren Witterungseinflüssen, Bodenfeuchte oder von Kondensation sein.
Einen Schaden, der z. B. durch einen Rohrbruch oder eine Überschwemmung entsteht, nennt man hingegen Wasserschaden.
In Gebäuden kann sich Feuchtigkeit an unterschiedlichen Stellen und aus unterschiedlichen Gründen festsetzen:
Äußere Ursachen: Witterung über Dachabdeckungen und Wandabdichtung, aufsteigende und eindringende Nässe im Mauerwerk - Gegenmaßnahmen bestehen in allen diesen Fällen in der fachmännischen Bauwerksabdichtung der entsprechenden Stellen des Gebäudes. Innere Ursachen: Luftfeuchtigkeit in Gebäuden schlägt sich an kälteren Stellen im Gebäude nieder (Kondensationsfeuchte) Planungsmängel und Baumängel[Bearbeiten] Zu den Planungsmängeln zählen falsch konstruierte Ausführungsdetails der Gebäudehülle, z. B. im Bereich von Keller- und Dachabdichtungen, Fugen und Anschlüssen aber auch Wärmebrücken (Rollladenkästen, die Wand durchstoßende Betonteile oder Eisen, Fehler der Wärmedämmung). Ebenso häufig sind aber auch unsachgemäße oder schlampige Ausführung oder die Verwendung von ungeeigneten Baustoffen, also Baumängel, die Ursache.

1.2 Vorschäden des Gebäudes
Schon kleine Schäden am Gebäude, wie z. B. fehlende Dachpfannen und defekte Regenrinnen führen dazu, dass Feuchtigkeit eindringt. Im erdberührten Bereich sind es meist Risse in den Außenwänden, die durch Setzungen entstehen können.

1.3 Witterung und Bodenfeuchte
Die oberirdischen Teile von Bauwerken und Gebäuden sind ständig der Witterung ausgesetzt. Der Einfluss von Wind, Regen und Schnee kann dazu führen, dass Feuchtigkeit in die Gebäudehülle eindringt und nicht mehr entweichen kann.
Erdberührte Bauteile hingegen kommen mit der Bodenfeuchte in Kontakt. Hier ist das Eindringen von Sickerwasser, Grundwasser oder Stauwasser die häufigste Schadensursache.
Seitlich im Boden in Kellerwände eindringendes Wasser (Schichtwasser) kann, häufig bei Gebäuden in Hanglage ein Problem, nach stärkeren Regenfällen in das Mauerwerk eindringen. Grundwasser, das bis an den Keller heranreicht (drückendes Wasser), ist eine weitere Quelle für feuchte Wände. Kapillareffekte im Mauerwerk und fehlerhafte horizontale Absperrungen können dann zur Durchfeuchtung über mehrere Geschosse führen.
In manchen Lagen kann auch der Morgentau Feuchteschäden verursachen, wenn er häufig und stark auftritt. Noch mehr gefährdet sind dadurch aber ungeschützte Metallflächen oder Geräte der Mobilelektronik.

1.4 Kondensation von Luftfeuchtigkeit
Die Luft kann je nach Temperatur unterschiedlich viel Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf speichern. Fällt die Lufttemperatur, schwindet auch die Aufnahmefähigkeit der Luft. Der überschüssige Wasserdampf kondensiert dann und setzt sich als Feuchtigkeit auf kühlen Oberflächen ab. Solche Abkühlung findet auch lokal statt, wie zum Beispiel an Fensterscheiben, Außenwänden, -kanten und -ecken sowie Wärmebrücken.
Die Ursachen für die hohe Luftfeuchtigkeit liegen während und kurz nach der Bauphase bei den verwendeten Baustoffen und später hauptsächlich in der Nutzung des Gebäudes.
Im Massivbau wird viel überschüssiges Wasser benötigt, um Baustoffe wie Beton, Mörtel und Putz verarbeiten zu können. Auch die heute verwendeten Bauhölzer weisen beim Einbau eine hohe Eigenfeuchte auf. Diese Feuchtigkeit benötigt Zeit, um aus dem Gebäude entweichen zu können. Da es aber unwirtschaftlich ist, Neubauten lange leerstehen zu lassen, gehen sie direkt in die Nutzung über.
Bei der Nutzung entsteht ständig neue Luftfeuchtigkeit z. B. durch Kochen, Duschen, Putzen und die Atemluft der Bewohner.
Verschärfend kommt hinzu, dass bei modernen Neubauten die Gebäudehülle besonders gut abgedichtet ist, um durch geringen Luftwechsel Energie einsparen zu können.

1.5 Folgen
Feuchtigkeit kann neben geringen optischen Schäden wie Stockflecken oder Verfärbungen zu schweren Bauschäden führen, die die Standsicherheit gefährden. Dies sind oft langsam fortschreitende Prozesse, die sich im Verborgenen abspielen. Mörtel und Beton werden ausgelaugt, es kann zu Abplatzungen durch Korrosion der Bewehrung oder Frostschäden kommen, Stahlkonstruktionen rosten, bei Holzkonstruktionen sind Fäulnis und Verformungen durch Aufquellung häufige Schäden.
Folgeschäden wie Schimmelpilze, Bakterienbefall[1] und Hausschwamm (meldepflichtig) führen zu gesundheitlicher Belastung der Bewohner durch z. B. Allergien oder Infektionen der Atemwege. Das kann bis zur Unbewohnbarkeit des Gebäudes führen.

1.6 Sanierung
Es ist wichtig, die genaue Ursache und den Ort des Schadens festzustellen. Gerade bei Schäden durch eindringende Feuchtigkeit kann die Ursache weit vom eigentlichen Schadensbild entfernt liegen, z. B. bei einer defekten Flachdach- oder Kellerabdichtung. Ist die Ursache nicht sofort und zweifelsfrei feststellbar, ist es ratsam, einen unabhängigen Fachmann zu Rate zu ziehen, da bei einer Sanierung oft erhebliche Kosten entstehen.
Zur Sanierung einer Undichtigkeit wird die schadhafte Stelle von außen freigelegt, ggf. saniert und neu abgedichtet. Im Bereich von Gebäudefugen und Kellern kann das z. B. durch Nachbarbebauung unmöglich sein. Dann muss der Schaden von der Gebäudeinnenseite behoben werden. Hierzu hat die freie Wirtschaft eine große Anzahl von Verfahren entwickelt, die zum Teil kontrovers diskutiert werden.
Schwierig und aufwändig wird es, wenn Planungs- oder Baumängel zu einem Schaden geführt haben, der in der Konstruktion des Gebäudes begründet liegt (z. B. Wärmebrücke). Hier ist in jedem Fall ein Gutachter zu beauftragen.

1.7 Maßnahmen am Raumklima
Vorbeugende Maßnahmen bzw. Notbehelf bei vorhandenen Feuchtigkeitsproblemen ist regelmäßiges Lüften. Kurzfristigem Stoßlüften (bei voll geöffnetem Fenster) ist gegenüber Dauerlüften (gekippte Fenster) in der kalten Jahreszeit der Vorrang zu geben, um die schon kalten Flächen nicht weiter abzukühlen. Bei Austausch und Abkühlung des Luftvolumens, ohne Abkühlung der Oberflächen, erwärmt sich die Luft im Raum, und nimmt Feuchte auf.
Längerfristig ist ein angepasstes Raumklima mit einer relativen Luftfeuchte zwischen 40 und 60 % anzustreben. Klimaanlagen bereinigen das Problem, sofern sie fachgerecht installiert sind korrekt funktionieren, andernfalls können sie selbst Ursache werden. Spezielle Luftentfeuchter (Wasserabscheider) sind wartungsintensiv: Regelmäßiges Entleeren ist notwendig.

1.8 Messungen & Analysen
Leitungsortung
Ein Schaden an erdverlegten Versorgungsleitungen kann durch Hand-schachtungen, Baggerarbeiten oder Abbrucharbeiten fatale Folgen nach sich ziehen. Zu Beginn der v.g. Arbeiten ist es daher sinnvoll, die im Boden verlegten Versorgungsleitungen zu ermitteln. Nicht in allen Fällen helfen Planunterlagen weiter. Spezialisten sind in der Lage mittels eines speziellen Leitungsortungsgerätes die Leitungsverläufe nahezu zentimetergenau einzumessen. Die Leitungsverläufe werden meist im Gelände markiert und in vorhanden Planunterlagen nachträglich eingezeichnet.

Widerstands-Feuchtigkeitsmessung
Mit einem Widerstandsmessgerät und zweier Elektroden wird der elektrische Widerstand eines Baustoffs bestimmt. Desto feuchter, desto geringer ist der Widerstand, desto trockener, desto höher ist der Widerstand. Der Widerstand wird am Messgerät in herstellerspezifischen Einheiten oder direkt in Feuchtigkeitsprozenten angezeigt. Dieses Messverfahren eignet sich im Besonderen zur Ermittlung der Feuchtigkeit in Holzwerkstoffen und zählt eher zu den zerstörenden Messverfahren. Mit der Widerstands-Feuchte-Messung ist auch eine erste Einschätzung der Feuchtigkeit bzw. der Feuchtigkeitsverteilung an mineralischen Untergründen möglich.

Mikrowellen-Feuchtigkeitsmessung
Ebenso wie Darr-Methode oder die CM-Methode ist auch die Feuchtemessung mit der Mikrowellen-Methode ein durch den WTA*-Ausschuss zugelassenes Verfahren. Dieses Messverfahren gehört zu den zerstörungsfreien Messmethoden und eignet sich zur Ermittlung der Feuchtigkeit in mineralischen Baustoffen. Der entscheidende Vorteil dieser Methode ist die bildliche Darstellung der Feuchteverteilung. Eine Software wertet die zuvor gespeicherten Messdaten aus und gibt jedem Messpunkt eine spezielle Farbe, so entsteht ein Abbild der Feuchteverteilung im Baustoff. Kondensatfeuchte, aufsteigende Feuchte oder Leckagen zeigen jeweils unterschiedliche Bilder, auf diese Weise lässt sich die Schadenursache deutlich eingrenzen.
* WTA, Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.

Feuchte- u. Temperaturaufzeichnung
Mit einem Datenlogger können über einen Zeitraum von mehreren Wochen Feuchte- u. Temperatur-Messungen aufgezeichnet bzw. gespeichert werden. In einem einstellbaren Zeitraum von einer Minute bis 24 Stunden speichert er die augenblickliche Temperatur und Luftfeuchte sowie Minimum und Maximum seit dem letzten Messzeitpunkt ab. Das Auslesen der Daten erfolgt mittels eines Computers, die zuvor gespeicherten Daten können sowohl grafisch als Liniendiagramm oder als Tabellenliste dargestellt werden. Worüber gibt die Feuchte- und Temperaturaufzeichnung Aufschluss?

Wassereindringprüfung
Außenbauteile sind einer dauerhaften Witterung ausgesetzt. Eine ständige Durchfeuchtung führt meist zu Bauschäden. Die Überprüfung, inwieweit bspw. eine Außenwand bei einer Regebelastung durchfeuchtet wird, erfolgt mittels der Wassereindringprüfung nach Prof. Karsten oder Pleyers. Wie wird die Wassereindringprüfung durchgeführt? Je nach Lage des zu prüfenden Bauteils werden waagerechte oder senkrechte Prüfröhrchen (Glasröhrchen) auf das Bauteil aufgeklebt. Die Prüfröhrchen werden mit Wasser gefüllt, hierdurch wird ein Wasserdruck auf die Baustoffoberfläche ausgeübt. Der Wasserdruck entspricht etwa dem doppelten Winddruck, wie er bei Orkanstärke auf Fassadenflächen wirkt. Welche Erkenntnisse liefert die Wassereindringprüfung? Eine Wassereindringprüfung liefert Erkenntnisse zum Wassersaugverhalten von Bauteilen oder Baustoffen. Die Wassereindringprüfung eignet sich im Rahmen der Bestandsaufnahme zur Ermittlung von Sanierungsmaßnahmen, sowie zur Überprüfung der Sanierungsmaßnahme (bspw. einer Fassaden-Hydrophobierung)

Luftkeim-Messung
Um die in der Luft befindlichen Schimmelpilzsporen zu messen und zu bewerten, werden sie mit einem Luftkeimsammler auf spezielle Nährböden aufgebracht und angezüchtet. Der Luftkeimsammler nimmt gerade nur so viel Luft auf, so dass die Kolonien auf einem Nährmedium gut auszählbar sind. Die Angabe der Ergebnisse einer Luftkeimsammlung erfolgt als "koloniebildende Einheiten" (KBE) pro Kubikmeter Luft. Welche Vorteile hat die Luftkeimsammlung? Wachstum und mikroskopische Auszählung von sichtbaren Kolonien Schimmelpilze können hinsichtlich ihrer Art identifiziert werden. im Gegensatz zur mikroskopischen Auswertung machen sich Störfaktoren wie z.B. hoher Partikelgehalt nicht bemerkbar.

Folienkontaktproben
Eine erste Einschätzung der Schimmelpilzarten liefert die Untersuchung des befallenen Materials mittels Oberflächenkontaktproben. Im Besonderem eignet sich hierzu die Untersuchung mittels eines Klebefilmpräparats. Wie werden die Folienkontaktproben durchgeführt? Ein durchsichtiger Klebefilm wird direkt auf die zu untersuchende Oberfläche aufgebracht. Die Schimmelpilze haften an dem Klebefilm, im Anschluss werden sie im Labor, meist nach Färbung mit Lactophenolblaulösung lichtmikroskopisch untersucht. Das Wachstum auf dem Material kann durch Nachweis von Myzel bestätigt werden. Werden Hyphen und Sporenträger festgestellt, so spricht das für einen aktiven Materialbefall. Sind nur Sporen feststellbar, geht es meistens um eine sekundäre Kontamination, also durch die Absiedelung von Sporen aus der Luft.
Welche Vorteile haben die Folienkontaktproben? Schnelle Einschätzung über das Schimmelpilzwachstum und über Pilzgattungen, Erkennung von Myzel, Sporenträgern und Sporen.

Salzbestimmung bauschädlicher Salze
In Abhängigkeit der Art, der Konzentration und der zur Verfügung stehenden Feuchtigkeit wirken sich bauschädliche Salze auf das Mauerwerk aus. Beeinflusst wird die bauschadensverursachende Wirkung von der Löslichkeit und dem hygroskopischen Verhalten. Bauschädliche Salze sind immer wasserlöslich, je löslicher sie sind, umso gefährlicher sind sie. Wie kommen die schädlichen Salze in das Mauerwerk? Zu den bauschädlichen Salzen zählen Sulfate, Chloride und Nitrate. Ihre schädigende Wirkung nimmt mit folgender Reihenfolge zu: Sulfate, Chloride und Nitrate. Bauschädliche Salze werden auf verschiedene Arten in das Bauwerk eingetragen, zu nennen sind bspw. die Aufnahme mit Bodenfeuchte im Erdberührten Bereich, Spritzwasser usw. Mauerwerksdiagnostik, Gefährdungseinsstufung bauschädlicher Salze Die Ermittlung zum Gehalt an bauschädlichen Salze ist zur Materialauswahl im Rahmen einer Mauerwerkssanierung von Bedeutung. Die Gefährdungseinstufung erfolgt nach dem WTA-Merkblatt "Beurteilung von Mauerwerk - Mauerwerksdiagnostik", hiernach werden sie in drei Stufen von geringer, mittlerer bis hoher Belastung eingeteilt bzw. beurteilt.

Lüftungskonzept
"DIN 1946-6 Lüftung von Wohnungen"
Die "DIN 1946-6 Lüftung von Wohnungen" regelt die Anforderungen der Belüftung von Wohngebäuden (Sanierungen u. Neubauten), sie legt Grenzwerte und Berechnungsmethoden für den notwendigen Luftaustausch fest. Sie beschreibt ein Nachweisverfahren, inwiefern eine lüftungstechnische Maßnahme für ein Gebäude erforderlich ist. Hintergrund dieser Norm ist die Sicherstellung eines ausreichenden und kontrollierten Luftaustausches. Warum ist ein Lüftungskonzept notwendig? Durch die heute vorgeschriebene energiesparende Bauweise sind Gebäudehüllen so dicht, dass bei üblichem Lüftungsverhalten nicht genügend frische Luft nachströmt. Im schlimmsten Fall kommt es zu Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall. Gemäß der DIN 1946-6 ist die Erstellung eines Lüftungskonzeptes für Neubauten und Renovierungen erforderlich. Für ein Ein-und Mehrfamilienhaus ist ein Lüftungskonzept notwendig, wenn mehr als 1/3 der vorhandenen Fenster ausgetauscht bzw. im Einfamilienhaus mehr als 1/3 der Dachfläche neu abgedichtet werden. Das Lüftungskonzept kann von jedem Fachmann erstellt werden, der in der Planung, der Ausführung oder der Instandhaltung von lüftungstechnischen Maßnahmen oder in der Planung und Modernisierung von Gebäuden tätig ist.
(Quelle: Wikipedia)

2. Info Pflasterarbeiten

Schnittstelle Außenanlage / Gebäude

Begriffe und Anwendung aus der Sicht des Hochbau-Architekten Toleranzen Grundsätze
-Verkehrswegebauarbeiten DIN 18318
-Verkehrswegebauarbeiten DIN 18316, 18317
-Landschaftsbauarbeiten DIN 18320
-Sportplatzbau DIN 18035
-Spielplatzbau DIN 18034
-Erdarbeiten DIN 18300
-Vegetationstechnik DIN 18917, 18918, 18919, DIN 18920

Technische Bauleistungen - Baumaße • Ausführungsangaben als „Von – bis“ Werte für Schichten, Gefälle • Grenzwertangaben, meist als Ober- oder Untergrenzen von Schichtdicken, zul. Abweichungen von Nennmaßen • Ausführungstoleranzen nach Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller von Bauprodukten (Planungshandbücher) • nach Normenvorgaben (DIN, VOB/C) • nach Richtlinien von Fachverbänden • nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik geregelt durch: Planungsmaße (Nennmaße, Sollmaße, Höhenangaben).

Pflastersteine aus Beton nach DIN EN 1338
Soll-Dicke Länge Breite Dicke
< 100 mm ± 2 mm ±2 mm ± 3 mm
≥ 100 mm ± 3 mm ± 3 mm ± 4 mm

Platten aus Beton (DIN EN 1339)
Soll-Nennmaß Länge Breite Dicke
≤ 600 mm ± 2 mm ±2 mm ± 3 mm
> 600 mm ± 3 mm ± 3 mm ± 3 mm

Außerdem gelten zulässige Abweichungen für die Ebenheit und Wölbung bei Pflastersteinen und zur Ebenheit und Geradheit bei Bordsteinen

Verkehrswegebau – DIN 18318 Beläge: Höhengerecht, nach vereinbarten Längs- und Quergefälle, Abweichung von der Soll-Lage max. 20 mm zulässig Randeinfassungen:
Höhen- und fluchtgerecht, Abweichung der Oberfläche von der Sollhöhe bis < 20 mm zulässig Verkehrswegebau – DIN

Zulässige Höhendifferenz: Stein zu Stein und Stein zu anderen Bauteilen: max. 2 mm
(5 mm bei unbearbeiteten spaltrauen Oberflächen)

Messung zwischen Hochpunkten der Oberfläche: Max. 10 mm zulässig , unabhängig vom Messpunktabstand !

DIN 18318: Fugenbreiten gleichmäßig und fluchtgerecht Fugenbreite 3 bis 5 mm, Mindestbreite 3 mm, für Steine bis 8 cm Dicke

Passsteine / Zuschnitte: Kürzeste Seite ≥ Hälfte der langen Seite des Vollsteins
OK Pflaster 3 bis 5 mm über OK Randeinfassung

DIN 18318 Anschlusshöhe der Pflasterfläche an (gepflasterte)
wasserführende Rinne: 3 bis 10 mm (OK Belag ü. Rinnenrand)

Anschlüsse Gebäude Abdichtung nach DIN 18195 ≥ 5 cm nach DIN 18195,
Teil 4: …. Im Endzustand darf ein Maß von 15 cm nicht unterschritten werden.

Messverfahren, Messgeräte – Grundlagen DIN 18202 – Toleranzen im Hochbau - Bauwerke • „Die Einhaltung von Toleranzen ist nur zu prüfen, wenn es erforderlich ist.“
• Die Wahl des Messverfahrens bleibt dem Prüfer überlassen • Messunsicherheiten sind anzugeben und bei der Beurteilung zu berücksichtigen Technische Prüfvorschrift TP-Eben, R1
• Gilt für Fahrbahnoberflächen in Längs- und Querrichtung (anzuwenden nach DIN 18318, 3.3.2) • Messverfahren festgelegt (Richtlatte, Planograf, Profilograf)
• Genaue Vorgaben zur Genauigkeit von Messgeräten • Messgenauigkeit mit Richtlatte und Planograf : ± 0,5 mm je Meter.

3. Info zur Grundstücksentwässerungsanlage

Das im und am Haus anfallende Abwasser wird über den Hausanschluss zum öffentlichen Kanal abgeleitet. Der Hausanschluss besteht in der Regel aus den Grundleitungen und dem Zuleitungskanal.
Grundleitungen sind die Abwasserleitungen und -kanäle, die als Bestandteil der Gebäudeentwässerung innerhalb ,unterhalb von Gebäuden verlaufen.

Der Zuleitungskanal ist der Kanal, der das Abwasser vom Gebäude der öffentlichen Abwassersammelleitung zuführt. Je nach Ausführung des öffentlichen Entwässerungssystems gibt es ein oder zwei Hausanschlüsse an die öffentliche Kanalisation.

Beim so genannten Mischsystem werden Schmutzwasser und Regenwasser gemeinsam über einen Anschlusskanal abgeleitet.

Im sog. Trennsystem wird das Regenwasser von Dach- und Hofflächen gesammelt, abgeführt und anschließend in den öffentlichen Regenwasserkanal eingeleitet.

Das Schmutzwasser (Spül-, Wasch- und Toilettenwasser) fließt über einen zweiten Anschlusskanal in den öffentlichen Schmutzwasserkanal ab. Beim Trennsystem sind somit zwei öffentliche Kanäle vorhanden. Dies ist an den zwei, jeweils dicht nebeneinander liegenden Schachtdeckeln in der Straße oft gut zu erkennen.

Die Sicherung eines Hauses gegen Rückstau beginnt bereits in der Planungsphase. Der Sachkundige erkennt bei der Festlegung der Höhenlage des Hauses eine Rückstaugefährdung. Die Lage der Abwasserleitungen wird dann entsprechend geplant.

Grundsätzlich sind alle Bodeneinläufe, Toiletten, Wasch- und Duschbecken, Badewannen und Waschmaschinenabläufe, die unter dem Straßenniveau liegen als gefährdet anzusehen und müssen gesichert werden. Der Fachhandel bietet für jeden Anwendungsfall auch für den nachträglichen Einbau die entsprechenden technischen Einrichtungen an.

In einigen Fällen kann auch eine Kleinhebeanlage günstiger sein als eine Sicherung mehrerer einzelner Objekte. Aber wie bei jeder anderen technischen Einrichtung ist die Funktionssicherheit nur bei fachgerechter Pflege und Wartung der Geräte (mindestens 1 x pro Jahr!) gegeben.

Da dem Schutz des Bodens und des Grundwassers gegen Verunreinigung durch Abwasser eine große hygienische Bedeutung zukommt, müssen alle Leitungen, auch jene unter den Gebäuden auf Schäden untersucht und repariert werden. Genaues wir über die jeweiligen Entwässerungssatzungen der Wohnorte oder die Verordnungen der Länder oder des Bundes geregelt.

Nach den meisten Abwasserbeseitigungssatzung des Abwasserverbände, aber auch nach einschlägigen DIN-Normen ist jeder Hausbesitzer selbst dafür verantwortlich, dass sein Keller nicht überflutet wird.

Übergabeschächte
Wer schon einmal eine Verstopfung in seinen Abwasserrohren und zu allem Ungemach noch unappetitliches Abwasser in den Kellerräumen stehen hatte, wird die Vorteile eines Übergabeschachtes zu schätzen wissen.
Der Übergabeschacht, meist vor dem Haus angeordnet, lässt am wirksamsten den Einsatz einer Spüldüse gegen die Verstopfung zu. Die Spüldüse wird mit Wasserantrieb gegen die Fließrichtung eingesetzt und baut die Verstopfung Stück für Stück ab bis das Rohr wieder frei ist. Auch bei Schäden an den Grundleitungen können über den Schacht Sanierungs-Roboter für eine Reparatur zur Schadensbehebung und Sanierung eingesetzt werden.

4. Abdichtung von Bauwerken

Die Bauwerksdiagnostik untergliedert sich in drei Arbeitsstufen:
  • visuelle Analyse nach äußeren Merkmalen (visuelle Diagnostik)
  • instrumentelle Messung/Prüfung mit Diagnostikgeräten (instrumentelle Diagnostik)
  • Analyse der Summe diagnostischer Ergebnisse und deren Bewertung (bewertende Diagnostik)
Kelleraußenwand:
Die erste und einfachste Untersuchung ist die Bauwerksbesichtigung. Hierbei werden zunächst einfache Beobachtungen festgehalten. Für die Instandsetzung von feuchte- und salzgeschädigtem Mauerwerk müssen bei der Kelleraußenwand folgende Punkte festgestellt und dokumentiert werden:
Art, Ausführung und Qualität der evtl. vorhandenen Abdichtung
evtl. Fehlstellen und/ oder Beschädigungen der Abdichtung
Baugrundverhältnisse und Lastfallbestimmung
Wandaufbau und Mauerwerksquerschnitt
Hohlstellen, Risse, Verunreinigungen etc. im Untergrund
Zustand der Hohlkehle, Bodenplatte oder Fundamente
evtl. bereits durchgeführte Instandsetzungen
Ausführung von Durchdringungen
Ausbildung und Qualität von Rissen, Fugen und sonstigen Öffnungen
Sichtbare Durchfeuchtungen und Feuchtehorizonte
Zustand der Regenentwässerung und sonstigen Zu- und Ableitungen
Art und Zustand einer evtl. Drainage


Kellerinnenwand Diese Punkte erfasst die Besichtigung bei der Kellerinnenwand:
Art und Intensität von Durchfeuchtungen
Größe und Aussehen von Salzausblühungen
evtl. Rissbildungen
evtl. Kondensation
Aussehen von Putz- und Anstrichschäden
evtl. vorhandene Innenabdichtungen
Zustand der Rohrdurchführungen, Öffnungen
evtl. vorhandener Hausschwamm oder andere Hausfäulen
Feuchtigkeitsmessungen im Keller Anschließend erfolgen Feuchtigkeitsmessungen im Keller. Da hygroskopische Salze und/oder Kondensation im oberflächennahen Wandbereich das Messergebnis manipulieren können, dienen die Feuchtemessgeräte ausschließlich dazu, eine generelle und qualitative Aussage zur Durchfeuchtung abzugeben. Anschließend müssen unbedingt weitergehende Untersuchungen im Labor bzw. einer Analytik erfolgen. Weitere Untersuchungen zum Feuchtegehalt: Analyse von Baustoffproben Dem zu untersuchenden Bauteil wird ein Bohrkern von 50 bis 100 Millimeter Durchmesser entnommen. Diese Materialprobe wird im Labor gewogen, getrocknet und wieder gewogen. Die festgestellte Gewichtsdifferenz stellt den Wassergehalt der Probe dar. Bewertung der Untersuchungsergebnisse gibt Aufschluss über Sanierungsmethoden Nachdem die Feuchtigkeitswerte (Durchfeuchtungsgrad) ermittelt wurden, muss eine Bewertung erstellt werden. Diese soll Aufschluss darüber geben, welche Sanierungsmaßnahmen absolut notwendig und welche Sanierungsmaßnahmen "nur" sinnvoll sind.

5. Fettabscheiderwartung und -betriebstagebuch

Pflichten im laufenden Betrieb

Für den Betreiber ist es mit dem Einbau eines normgerechten Fettabscheiders bei weitem nicht getan. Nach Installation und Inbetriebnahme kommen Aufgaben auf ihn zu, die ihn auf den sachgemäßen Betrieb seiner Anlage verpflichten. Nachlässigkeiten können behördlich verfügte Anordnungen und im äußersten Fall die Schließung des Unternehmens zur Folge haben. Gemäß Teil 2 der EN 1825 gehören zu den Betreiberpflichten. die Führung eines Betriebstagebuchs, in dem zwecks Vorlage bei Behörden und Prüfern die Ergebnisse von Eigenkontrollen, Wartungen, Entsorgungen und Inspektionen festgehalten werden:
  • die jährliche Wartung durch einen Sachkundigen
  • die Veranlassung der Generalinspektion einschließlich Dichtheitsprüfung durch einen betreiberunabhängigen Fachkundigen in Abständen von längstens fünf Jahren.
Darüber hinaus muss der Betreiber zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Funktionsweise weitere Regeln beachten - nämlich
  • keine Einleitung von Regenwasser, fäkalhaltigem Wasser, mineralischen Leichtflüssigkeiten und Emulsionen in den Abscheider
  • keine Entsorgung von Speiseresten über die Anlage
  • kein Einsatz enzymhaltiger Produkte zur so genannten Selbstreinigung
  • Verwendung abscheidefreundlicher Reinigungsmittel und sparsamer Umgang hiermit
  • Vermeidung überhöhter Temperaturen
  • Vermeidung dauerhafter Feststoffablagerungen im Abscheider sowie in seinen Zu- und Ablaufleitungen
  • Schutz der Anlage gegen mechanische Beschädigung, Frosteinwirkung, Rückstau, Korrosion und Brandübertragung
  • gegebenenfalls Wärmedämmung oder Begleitheizung für frostgefährdete Leitungsabschnitt

Jährliche Wartung und Inspektion
  • Kontrolle der Innenwandflächen des Schlammfanges und des Fettabscheiders, bei Beton insbesondere auf Rissbildung.
  • Zustand der Innenbeschichtung und bei metallenen Werkstoffen auf Korrosion im Bereich der Dreiphasengrenze (Wasser, Fett-, Luftschicht).
  • Funktionskontrolle der elektrischen Einrichtung und Installationen, sofern vorhanden.
  • Erstellung des Prüfberichtes.
  • Eintragung in das Betriebstagebuch.
Unser Tipp Bei geringem Fettanfall gehen immer mehr Kommunen deshalb dazu über, Betreibern eine bedarfsgerechte Entsorgung zu ermöglichen und die Entsorgungsintervalle bei geringem Fettanfall zu verlängern. Den Nachweis dafür muss jedoch der Betreiber selbst erbringen. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot für die:
  • Führung des Betriebstagebuch
  • jährliche Wartung durch einen Sachkundigen
  • Generalinspektion einschließlich Dichtheitsprüfung durch einen Fachkundigen in Abständen von längstens fünf Jahren
Im Raum Braunschweig, Salzgitter, Wolfenbüttel, Peine Wolfsburg

Download Betriebstagebuch >> (Datei im PDF-Format)

6. Dichtheitsprüfungen an Grundleitungen von Bestandsimmobilien

Die Grundleitungen von Bestandsgebäuden sollten in den vorgegebenen Zeitabständen nach DIN EN 1986-30 mit Wasser oder Luft zum Nachweis der Dichtheit geprüft werden. Eine Optischen Inspektion nach der DIN EN 1986-30 ist auch möglich. Werden Anordnungen von der Behörde vorgegeben sind diese anzuwenden. Weiterlesen >> (Datei im PDF-Format)

7. OVG Urteil Grundstückentwässerung

Mit Urteil vom 10. Januar 2012 hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht - 9. Senat - entschieden, dass Grundstückseigentümer durch eine kommunale Abwasserbeseitigungssatzung verpflichtet werden können, ihre privaten Grundstücksentwässerungsanlagen entsprechend der DIN 1986 30 bis zum 31. Dezember 2015 und danach alle 20 Jahre auf eigene Kosten Dichtheitsprüfungen zu unterziehen.
Nach Ansicht des Senats unterliegen die privaten Grundstücksentwässerungsanlagen gemäß der Niedersächsischen Gemeindeordnung sowie dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz der Regelungsbefugnis des kommunalen Satzungsgebers, soweit damit das Ziel verfolgt wird, das Eindringen von Fremdwasser in das kommunale Abwasserbeseitigungssystem zu verhindern und auf diese Weise eine Erschwerung oder Beeinträchtigung der öffentlichen Abwasserbeseitigung auszuschließen. Zu diesem Zweck darf auch eine Überprüfung der Dichtheit der privaten Anlage zu den in der DIN 1986 30 vorgesehenen Terminen angeordnet werden. Unzulässig sind hingegen Satzungsregelungen, die wasserrechtliche Zielsetzungen, wie den Schutz des Grundwassers, verfolgen oder den Grundstückseigentümer unverhältnismäßig belasten.


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Weiterer Tätigkeitsbereich: Uwe Freitag Sachverständigenbüro




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Rüninger Weg 19 b
38124 Braunschweig

Tel.: +49 (0) 531 87 46 10
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Str.-Nr.: 13/206/40203

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